Die Referentin #43 - Aktuelle Beiträge

Räume des Ankommens: Der City Atlas

Die Referentin | Kunst und Kultur, 3. März 2026
Die Referentin #43

Zuletzt hat die Kunstuniversität Linz in einer neuen Edition drei Bücher veröffentlicht, die von ihren Künstler:innen konzipiert wurden – eines davon ist der City Atlas von Amalia Barboza. Die Referentin hat der Künstlerin und Theoretikerin einige Fragen gestellt. 

Bücher performen.
Bücher performen. Foto Die Referentin

Die Referentin: Ihr City Atlas ist 2025 in der neuen Edition der Kunstuniversität erschienen. Das hochformatige blaue Buch vereint Text- und Bildstrecken, beinhaltet Kurzinterviews, gruppiert sich im Kern um Geschäfte von Migrant:innen, thematisiert u.a. Restaurants, Küchen, Einrichtungen, Logos, bringt Begriffe wie „Relationale Arbeitsvermittlung“, die, so kommt mir vor, aus Reflexionen ihrer eigenen Arbeit als Künstlerin und Theoretikerin stammen. Im Fokus stehen aber die großen Themen Migration und Ankommen. Es finden sich im Anhang zwei Texte, die auch zur Publikation „Räume des Ankommens“ gehören. Bevor wir darauf eingehen, ich habe ganz generell den Eindruck: vieles mischt sich, alles hängt zusammen. Es heißt an einer Stelle: „Bücher haben eine performative Funktion“. Was performt nun der City Atlas, dieses inhaltlich breit aufgeschlagene, unkonventionell gestaltete Buch in offener Bindung? Was performt der Titel? Was performt die Farbe Blau? Was performen Sie mit dem Buch? 

Amalia Barboza: Schön, dass Sie gleich diese Performativität des Buches hervorheben. Weil hier liegt ein Schwerpunkt des Buches. Wie Sie sagen, „vieles mischt sich, alles hängt zusammen“. Das ist immer so im Leben und besonders im Leben von MigrantInnen. Wenn eine Person den Ort, an dem sie geboren und aufgewachsen ist, verlässt, muss sie bereit sein, sich auf Neues einzulassen. Das Buch ist eine Einladung an die LeserInnen, sich von diesen Lebensgeschichten prägen zu lassen, auch Teil davon zu werden. Bücher haben sehr oft diese Funktion.  Man sitzt irgendwo alleine, liest und taucht in Geschichten ein. Und man fragt sich: Wo stehe ich selbst? Wie ist meine eigene Geschichte? Man kommt in Relation mit dem Erzählten. Deswegen haben Bücher eine relationale und performative Funktion. Die Bindung des Buches ist deswegen offen. Die blauen Fäden, die alle Geschichten verbinden, sind sichtbar. Lustigerweise wurde das Buch zuerst falsch gebunden. Sie klebten den Rücken. Und das war ein großes Problem, weil der Kleber ließ sich nicht mehr entfernen, ohne die Fäden zu zerstören. Ich musste am Ende das Buch nochmal drucken lassen. Kurz bevor es wieder gedruckt wurde, entschied ich mich, den blauen Faden der Bindung noch deutlicher in den Vordergrund zu bringen. Ich machte ein Foto von einem verwickelten Faden und ließ diesen auf die erste Seite des Buches drucken. Vielleicht wäre ein echter blauer Faden, auf jeder ersten Seite im Buch fixiert, besser gewesen, aber als Print ließ es sich einfacher realisieren. Dann wählte ich ein Zitat von einem Protagonisten des Buches aus, in dem er sagt: „Man muss immer mit Fäden arbeiten.“ (Nedim’s Nähstube). So ist das Buch gemeint. Wie im Leben von Nedim. Er nimmt einen Faden und folgt diesem im Leben. Er wird Schneider, Fischer, Koch ... Für all diese Tätigkeiten braucht er Fäden. Die LeserInnen von City Atlas sollen ihre eigenen Fäden im Leben finden und diese für sich weiterspinnen. 


© Amalia Barboza

Die Referentin: Den Kern des City Atlas bildet eine Fotostrecke von Geschäften von Migrant:innen, bzw. werden in den  Kurztexten von den Betreiber:innen Ziele, Wünsche, Biographisches rund um diese Lokalitäten und deren Gestaltung formuliert. Wir finden Restaurants wie das japanische Hashimoto, das kroatische Ivica oder den Afro Shop Iman …, um nur um ganz wenige zu nennen. Es sind größtenteils Geschäfte in Saarbrücken, wo Sie eine Zeitlang gelebt und gearbeitet haben – Saarbrücken bleibt aber exemplarisch, wie Sie schreiben. Es könnte auch jede andere Stadt sein. Mir kommt vor, es geht hinter diesen Bildern gleichermaßen um den Reichtum des Lebens sowie um Überleben, um die fragile Existenz? 

Amalia Barboza: Ja, genau um diese fragile Existenz, die in diesem Faden der Bindung Gestalt annimmt, geht es in dem Buch. Die Geschichten von City Atlas kom­men aus der Zeit, als ich in Saarbrücken arbeitete und viele Menschen kennenlernte, die Migrationserfahrungen haben. Ich bin auch selbst Migrantin. Wie jemand schon einmal sagte, mit doppelten und gerade mit dreifachen Migrationserfahrungen. Ich kom­me aus Argentinien, wuchs in Spanien auf, lebte in Deutschland und jetzt, seit sechs Jahren, lebe ich in Österreich. In Linz kenne ich auch viele MigrantInnen. Und in den Bildern sind einige Geschäfte aus Linz zu se­hen. Alle Menschen haben eine fragile Exis­tenz, leben und überleben. Nedim zum Beispiel. Er hat sehr viel Kraft, zwei Geschäfte, eine Nähstube und ein Restaurant, eine große Familie und zwei MitarbeiterInnen, die ihm helfen. Vor vier Jahren, als ich ihn wieder in Saarbrücken besuchte, war er nicht da. Die zwei MitarbeiterInnen waren sehr ruhig, fast sprachlos. Dann erfuhr ich, dass er einen Schlaganfall hatte. Ich kann mir gut vorstellen, dass ohne ihn alles in Frage stand. Danach sagte mir jemand, dass er überlebt hat. Und da er so kreativ im Leben und mit Fäden ist, hatte er gleich eine neue Idee. Er entwarf eine Art Gürtel für Menschen mit Herzproblemen. Der Gürtel steht auf seiner Webseite zum Verkauf: Hil­fen für Herzunterstützungssysteme (VAD’s) (nedim-nähstube.de). Für mich gibt es genau in diesem Tun eine Überlebenskraft und Kreativität, eine Kunst. Die Kunst der Existenz. 


© Amalia Barboza

Die Referentin: Den oben angesprochenen Kern aus Fotos und Kurztexten begleiten zwei längere Texte; einer davon ist ¿Cuándo Ilegaré?, der theoretische Modelle oder Narrative der Migration erläutert. Es werden hier zwischen den politischen Kategorien „Assimilation“ und „Multikulturalismus“ andere, tatsächlich realistische­re Formen des Ankommens thematisiert, et­wa Orte der dynamischen Übergänge, das Überschneiden von Heimat und neuem Ort. Es werden in diesem Text das Ankommen Stefan Zweigs oder Ernst Blochs in den USA und ihr Leben im Exil umrissen. Sie zitieren Foucaults Heterotopien und das transistorische Ankommen von Georg Simmel … es geht um die Möglichkeit von Transtopien, die Möglichkeit des provisorischen Ankom­mens – und Sie weisen auf die positiven Effekte hin, die aus Transkulturalität erwach­sen können. Alles in allem finden sich im City Atlas verschiedene Geschichten aus LA, NY und Saarbrücken etc. – und eine große Heterogenität an Themen, Alltagsästhetiken und Theorie. Heterogenität ist, denke ich, eines der Schlüsselwörter im Zusammenhang mit dem Thema Mi­gration? Sie formulieren auch das Ziel, innerhalb dieser sehr heterogenen Gruppen in­dividua­lisie­rend zu arbeiten, sehe ich das richtig?

Amalia Barboza: Der Ausdruck „individu­alisierend zu arbeiten“ kommt aus der Methodenlehre, wenn zwischen nomologischen und idiographischen Methoden unterschieden wird. Das bringe ich meinen Studierenden immer im ersten Studienjahr bei. Nomologisch ist, wenn man nach Gesetzen oder Verallgemeinerungen sucht, wie in den Naturwissenschaften. Idiographisch ist, wenn man nicht verallgemeinern kann, weil die Realität einmalig ist. Die Literatur und die Kunst arbeiten meistens in diesem idiographischen Paradigma. Es wird eine Geschichte erzählt und ich betone hier dieses EINE. Die Soziologen generalisieren, wenn sie die einzelnen Geschichten nach Ka­te­go­rien (z. B. Klassen, Generationen …) oder nach Modellen (Assimilation oder Mul­ti­kul­turalismus) ordnen. Ich habe selbst So­zio­lo­gie studiert und weiß, wie man solche Zuschreibungen macht. Aber ich habe auch Bild­hauerei studiert und vor allem beim Por­trä­tieren will ich das Einzigartige einer Person hervorheben. Schnelle Skizzen im Cafés zu zeichnen ist für mich das Beste, weil ich dabei einen Menschen in Bewegung, und oft auch in Kommunikation mit anderen, porträtieren kann. Es ist anders, als wenn wir ei­ne Person statisch nach einer Pose porträtie­ren. In City Atlas schreibe ich Geschichten, die individuell sind, und auch in Bewegung. 
 
Die Referentin: Im anderen Text des Anhangs, in „Einbruch der Nacht“, ist ein Onirisches in der Migration formuliert. Demnach verbindet sich Rationales mit Irrationalem – alles begegnet sich aleatorisch wie im Traum. Sie schreiben über Andre Breton und seine magnetischen Felder und zufälligen Begegnungen; oder über den Traum in seiner Gegenposition zur institutionalisierten Wirklichkeit, über die Funktion des Traumes, das institutionalisierte Sein zu transzendieren. Ich habe auch ein wenig darüber weiterassoziiert, dass das Netz dabei auch eine Art Traumfunktion übernehmen könnte – auch hier bilden sich vermutlich zusätzliche, sicherlich komplexe Ebene der Durchdringung von Realitäten. Aber um auf den Traum und den Einbruch der Nacht zurückzukommen: Im Kontext von Migration erfährt der Traum ein breites Spektrum, und ist zudem schwer festzumachen – aber sie schildern eindrücklich die Funktion von Träumen bei Ankommenden zwischen Hilflosigkeit, Entlastung und Hoffnung, sie schreiben vom Utopischen, der ewigen Wanderschaft und vom Ausgeliefertsein im Kontext der Nacht. Können Sie diesen Zusammenhang aus Ihrer Erfahrung der Arbeit am City Atlas vielleicht kurz umreißen? 

Amalia Barboza: Ich glaube, das Beispiel von Nedim ist sehr gut, um das Onirische in der Migration und in seiner Komplexität wahrzunehmen. So wie beim Traum können wir auch bei der Erfahrung des Sterbens nichts machen. Wir sind ausgeliefert, bis wir aufwachen. In diesem Zustand kommt vieles zusammen, ein Netz mit Bildern aus der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, offene Wünsche. Und wenn wir aufwachen oder überleben, ist wieder Kraft da, um was Neues zu machen. Als ich „Einbruch der Nacht“ schrieb, beschäftigte ich mich viel mit Träumen, da wir an der Universität des Saarlandes ein Graduiertenkolleg hatten, wo Doktoranden sich damit befassten. Vor allem, um zu erforschen, wie in den Künsten eine Sprache entwickelt wird, um sich mit dem Phänomen des Traumes komplexer zu befassen als in den Wissenschaften, die gleich generalisieren und versprachlichen, was der Traum oft nicht zulässt. Die Protagonisten von City Atlas haben mir ihre Träume nicht erzählt. In einem anderen Projekt, mit MigrantInnen aus Brasilien, die in Frankfurt am Main leben, habe ich mich damit befasst und dabei gemerkt, wie wichtig Träume sein können, um diese Kunst der Existenz während der Migration zu verstehen. Wie im Traum zu leben, und zufällige Begegnungen ermöglichen, ist auch eine Kunst, die in der Migration wichtig ist. Die Surrealisten haben ebenso mit dem Onirischen gearbeitet.  


© Amalia Barboza
 
Die Referentin: Ich komme damit zu einem Alptraum der Gegenwart, Stichwort USA und ICE. Was sich hier in den deutlichsten Bildern abspielt, ist schockierend – aber leider nicht beispiellos, weder historisch, noch politisch. Wir sehen hier Bilder von brutalster Intoleranz und ein Auftreten im Stil von Nazis. White Supremacy als offizielle staatliche Antwort der USA auf Migration und Flucht, generell die rechtsextreme Idee der „Remigration“ als Antwort und als Euphemismus für VDie Referentin: Ich komme damit zu einem Alptraum der Gegenwart, Stichwort USA und ICE. Was sich hier in den deutlichsten Bildern abspielt, ist schockierend – aber leider nicht beispiellos, weder historisch, noch politisch. Wir sehen hier Bilder von brutalster Intoleranz und ein Auftreten im Stil von Nazis. White Supremacy als offizielle staatliche Antwort der USA auf Migration und Flucht, generell die rechtsextreme Idee der „Remigration“ als Antwort und als Euphemismus für Vertreibung und Vernichtung. Ich habe keine direkte Frage, und es kommt ja im Buch in der Form gar nicht vor. Ich denke nur, wenn wir jetzt über Migration, Flucht und Ankommen spre­chen, ist es wichtig, von der Gegenwart Zeugnis abzulegen, von diesem absolut scho­ckierenden Einbruch der Barbarei. Und wir finden ja im Buch Beispiele von traumatischen Erfahrungen von Flucht und Exil im Zusammenhang mit dem Nationalsozi­alismus … also Referenzen auf diese zahllosen, gar nicht aufzuarbeitenden Traumata, während aktuell neue Gräuel passieren.ertreibung und Vernichtung. Ich habe keine direkte Frage, und es kommt ja im Buch in der Form gar nicht vor. Ich denke nur, wenn wir jetzt über Migration, Flucht und Ankommen spre­chen, ist es wichtig, von der Gegenwart Zeugnis abzulegen, von diesem absolut scho­ckierenden Einbruch der Barbarei. Und wir finden ja im Buch Beispiele von traumatischen Erfahrungen von Flucht und Exil im Zusammenhang mit dem Nationalsozi­alismus … also Referenzen auf diese zahllosen, gar nicht aufzuarbeitenden Traumata, während aktuell neue Gräuel passieren.

Amalia Barboza: Ja, was gerade passiert, ist ein Alptraum. Dass ein Land von MigrantInnen, wie die USA, MigrantInnen verfolgt, ist unfassbar. Die Bilder der Verfolgung erinnern wirklich an die Zeit des Nationalsozialismus. Eine Zeit, die auch nicht weit weg in der Vergangenheit liegt. Das jüdische Leben in Österreich war sehr lebendig. Viele jüdische Familien lebten hier. Was ist mit diesen Häusern passiert, die arisiert wurden? Das ist immer noch nicht aufgearbeitet. Die Halbzeitshow beim Superbowl von Bad Bunny zeigte, dass ein Gegenbild einer lebendigen Realität gefeiert werden kann, von einem Amerika, wo Heterogenität und Liebe statt Hass wichtig sind. Ich kannte seine Musik nicht, aber meine Tochter hat mich auf Bad Bunny aufmerksam gemacht. Wichtig ist, dass wir uns stark machen, gegen so einen Alptraum, und dass der Alptraum uns nicht erstarren lässt. Adorno schreibt in Minima Moralia mit Recht: „Man darf sich nicht von seiner eigenen Ohnmacht dumm machen lassen“ (Adorno, Minima Moralia, S. 67). 


© Amalia Barboza
 
Die Referentin: Letzte Frage, vielleicht auch, um nicht mit diesem Horrortrip der Gegenwart zu enden: Wir haben in der Redaktion auch über den Zusammenhang des Internets und des Transistorischen gesprochen, etwa Stichwort „Digital Nomads“ und die Form des Ankommens, die mehr oder weniger geplant bereits die Möglichkeit des erneuten Ausbruchs in sich trägt. Sicher auch ein ambivalenter Typus. Aber haben Sie in Ihrer Sammlung auch solche Phänomene, bei denen die Ungebundenheit quasi Geschäftsmodell ist, vorgefunden? Haben solche Phänomene auch in die Thematiken des City Atlas hineingespielt? 

Amalia Barboza: Digital Nomands gibt es in City Atlas nicht. Aber die digitale Wirklichkeit spielt heute in der Migrationsgesellschaft eine große Rolle. Das Modell des Fremden, des gleichzeitigen Kommens und Gehens, wie Georg Simmel es beschreibt, erfährt eine neue Realität. Man kann parallel an verschiedenen Orten sein. Mich interessiert dieses Modell des Transitorischen. Ich habe mich in einigen Arbeiten damit befasst und sprach von einer bewegten Heimat. Mich interessierte damals nicht so sehr das Internet, sondern Einrichtungsgegenstände des Provisorischen, wie zum Beispiel Kissen oder Teppiche, die sich einfach transportieren lassen. In City Atlas gibt es ein gutes Beispiel, die Besitzerin des Teppichladens „Bodenschätze“, Alyeh Sadat. Sie sagt, dass sie den Nomaden ähnelt. Um sich an einem Ort wohlzufühlen, braucht sie vor allem einen Teppich. 
Interessant für mich ist die Entstehung von alternativen Arbeitswelten, auch in Verbindung mit der digitalen Welt. Mein Sohn studiert Architektur, aber am Anfang war er nicht sicher, ob er überhaupt studierende sollte, weil er der Meinung war, dass Architekten wegen der KI nicht mehr gebraucht werden. Eigentlich wollte er immer als Kind Häuser mit Lehm oder mit Schnee bauen, mit den eigenen Händen, aber es gibt kein Studium dafür. Ich bin mir aber sicher, dass wir trotz KI weiter unsere Hände, soziale Kompetenz und Wissen brauchen werden. Und dass Fäden (für Nähen, Kochen und Fischen) weiter gebraucht werden. Wichtig ist es heute, offenzubleiben für das, was uns interessiert und bereit zu sein – wie in der Migration in Bewegung zu bleiben. Vor Kurzem habe ich einen Text über die Methode des Fremden geschrieben. Der fremde Blick wird in einer pluralen Welt immer wichtiger. Vielleicht sollten wir ein neues Studium in dieser Richtung anbieten. Ich unterrichte „künstlerische Forschung“ schon als eine Form von exzentrischer Forschung, wo der fremde Blick eine zentrale Funktion hat, aber dafür bräuchten wir ein anderes Interview.    

Amalia Barboza ist Professorin für künstlerische Forschung an der Kunstuniversität Linz. Sie studierte Bildhauerei in Madrid und Dresden, und Soziologie in Madrid, Konstanz und Dresden, wo sie auch im Bereich Wissenssoziologie promovierte. Verschiedene Ausstellungen und Publikationen. In letzter Zeit forscht sie über Migration und alternative Arbeitswelten. 

Referenzen:
Barboza, Brasilien am Main, transcript Verlag, 2019. 
Barboza, „Der fremde Blick“, in Zeitschrift für Ideengeschichte, Heft XIX/3, Heft 2025.
Barboza, „Bewegte Heimat“, in: Das Eigene und das Fremde. Heimat in Zeiten der Mobilität, Hrg. von Jürgen Hasse, 2019. 

Die Fragen für die Referentin hat Tanja Brandmayr gestellt. 

Amalia Barboza, City Atlas 
Edition Kunstuniversität Linz Vol. 1
VfmK – Verlag für moderne Kunst GmbH, 2025
In Deutsch und Englisch, 230 Seiten
978-3-99153-038-1

City Atlas

City Atlas ist kein Reiseführer und kein Atlas, obwohl er als solcher genutzt werden könnte. Er regt uns dazu an, die Welt zu bereisen, ohne die Stadt zu verlassen. Eine Sammlung von Geschichten und Orten aus der Arbeitswelt der Migration, über Menschen in Selbstständigkeit, deren Arbeit jeden Tag vieles an einem Ort möglich macht.

www.kunstuni-linz.at/kunstforschung/publikationen/universitaet/city-atlas
www.vfmk.org/books/amalia-barboza

 

Die 3 Bücher der neuen Edition

Der City Atlas ist eine von 3 Publikationen, die im Herbst 2025 von der Kunstuniversität Linz in einer neuen Edition veröffentlicht wurden. Die vorerst drei Bücher wurden von Künstler:innen der Kunstuni konzipiert. Seitens der Kunstuni heißt es: „Die in Kooperation mit dem Verlag für moderne Kunst herausgegebenen Werke realisieren dabei einen eigensinnigen und reflexiven Zugang zum Medium Buch.“

Im Herbst 2025 sind in dieser neuen Edition erschienen:
City Atlas, Amalia Barboza 
Overhear, Künstlergruppe FAXEN 
Steffi, Rainer Grilberger, Noële Ody

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