Die Referentin #11 - Beiträge der Ausgabe

Editorial

Die Referentin | Editorial, 1. März 2018
Die Referentin #11

Wir sind nicht amüsiert über die Kürzungen bei den Vereinen fiftitu%, Arge Sie und maiz. Und nachvollziehen kann das eh niemand. Ende vorigen Jahres wurde ja noch mit der Spar-Null argumentiert. Jetzt dudelt es aber schon beinahe täglich aus den medialen Endgeräten, dass die oberösterreichische Wirtschaft brummt. Also was jetzt? Einfach kein Interesse am emanzipativen Kerngeschäft?

Damit zu unserem Kerngeschäft: Frauenangelegenheiten, wie es jetzt sprechend im offiziösen Jargon heißt, klingt ja quasi fast schon nach Unterleibsschmerzen oder Gebärgeheimnis, durchziehen diese Ausgabe. Der Hinweis zielt natürlich als allererstes auf den Text von Silvana Steinbacher, die Vertreterinnen der drei oben genannten Vereine getroffen hat. Sarah Held hat einen wunderbaren Text zu Femsploitation und Girls Gangs geschrieben; und wir wollen hier nochmal ausdrücklich festhalten: Feminism is for everybody – oder was sonst? Das Bildsujet unten gehört im Übrigen zu Helds Text. Weitere Angelegenheiten finden sich bei Elisabeth Lachers Porträt von Bernadette Huber, deren Bild aus der Serie „Kunst, die berührt“ als Ausschnitt auf dem Cover zu sehen ist. Noch mehr Referentinnen-Kerngeschäft auch in der Oma-Connection von Wiltrud Hackls Work Bitch und Lisa Spalts „The European Grandma Project“ – ein Text, der über ein filmisches, paneuropäisches Zeitgeschichteprojekt von Alenka Maly berichtet. Die Kolumnistin Andrea Winter rundet ab, und auch so manch Kleine Referentin fragt nach der Rolle der neuen Frau.

Hinweisen möchten wir auch auf das Interview von Pamela Neuwirth, die den Künstler und Kurator Davide Bevilacqua zu seinen Arbeitsthemen und auch speziell zum Festival AMRO befragt hat. AMRO – Art meets radical Openness – ist ein schönes Beispiel dafür, dass sich in der Unesco City of Media Arts mehr Fische tummeln als an der Oberfläche Kulturtanker cruisen: Ganz im Gegenteil machen Vereine wie servus.at seit Jahrzehnten wichtige Arbeit für urbi et orbi.

An dieser Stelle auch noch ein kurzer Hinweis auf den Slowdude, der das Verschwinden des Kasperkellers betrauert. So wie wir. Und übrigens … unterschreiben gehen! Unsere diesmalige Rubrik Man kommt ja vor lauter Unterschreiben nicht mehr nach gibt Auskunft.

Betroffen waren wir vom plötzlichen Tod des Schriftstellers Walter Pilars. Robert Stähr hat einen kursorischen Beitrag geschrieben. Wichtig war uns auch ein Nachruf auf den bereits letztes Jahr verstorbenen Hansjörg Zauner, den Florian Huber verfasst hat. Rest in Peace.

Ansonsten bleibt uns noch zu sagen: There are no gangs around.

Damit grüßt die Redaktion, Tanja Brandmayr und Olivia Schütz

Foto Tobias Frindt

Foto Tobias Frindt

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