Harmonices Mundi

Datum/Zeit: 28/02/2021, 0:00

Veranstaltungsort: Johannes Kepler Universität


Hauptpromenade entlang des Teichufers.

Zusammen mit meinem Künstlerkollegen Manfred Grübl habe ich gerade ein Kunst-am-Bau-Projekt in Linz an der Kepleruniversität realisiert. Wir haben Johannes Keplers Zeichnungen aus seinem Hauptwerk Harmonices Mundi in großem Maßstab, groß genug, dass sie auch aus dem Universum wahrgenommen werden können, auf die Promenade entlang des Teichufers übertragen. Die Notenlinien teilen die Fläche in Laufbahnen, und darauf sind die sechs zu Keplers Zeit bekannten Planeten Saturn, Jupiter, Mars, Erde, Venus, Merkur sowie der Mond als ins Notensystem übertragene Harmonie abgebildet. Nach rechts hin laufen die unbeschriebenen Linien weiter und lassen so imaginären Raum für bisher unentdeckte Himmelskörper. Mit Harmonices Mundi gelang ihm erstmals der Nachweis von Musikgesetzen in den Planetenlaufbahnen. So wie Kepler einst hoch zum Himmel geschaut und versucht hat, die kosmischen Gesetze zu ergründen, so senden wir seine stille Harmonie als eine Art Botschaft in Richtung Universum.
Die Promenade verbindet mehrere Gebäude der Uni und ist stark frequentiert und die Passantinnen und Passanten werden selbst zu Noten.