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Aus der Spur.

By   /  30. November 2023  /  No Comments

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Linz ist eine klasse Fahrradstadt? Magnus Hofmüller unternimmt einen Versuch, es positiv zu sehen.

Es mag naiv oder gar realitätsfremd klingen – aber Linz ist eine klasse Fahrradstadt. Die Auseinandersetzung mit der jüngeren Mobilitäts-Vergangenheit oder der lokalen Verkehrsplanung, die Betrachtung der Mobilitätsgeschichte im Zentralraum sowie die Analyse der gegenwärtigen Diskussionen in Online- oder Printmedien, sozialen Medien oder persönlichen Gesprächen zeichnen natürlich ein vollkommen anderes Bild: Versäumnisse im Ausbau des Radwegenetzes, der Unwillen der Landespolitik zu zeitgemäßen Projekten und das Heiße-Kartoffel-Spiel der Stadtpolitik sind nur zu gut bekannt. Auch der öffentliche Diskurs ist aufgeheizt. Beschimpfungen, Partout-Haltungen und Klein-Klein im Denken nehmen oft die Lust, sich der Materie zu widmen, aktiv zu werden oder aktiv zu bleiben. Hier ein Versuch, das Positive zu sehen.

Linz kann Fahrrad.

Velodrom, Pumptrack & Dirtpark
Schon gut eingeführt und gut genutzt ist das Hello-Yellow Velodrom und der Pumptrack im Linzer Hafen. Old-but-Gold ist ebenfalls der Dirtpark beim Pleschingersee.

Fahrradshops
Noch nie gab es so viele und auch spezialisierte Fahrradshops ist Linz. Allein im Zentrum sind über 10 Geschäfte im Betrieb. Vom Profiausstatter über die kollektiv geführte Werkstatt bis hin zum Holzradhersteller findet sich so einiges in Linz und im Umland.

Fahrbahnen
Die heftig diskutierten roten Fahrbahnen sind zwar nicht der Stein der Weisen, was Fahrradmobilität im Stadtraum angeht, aber können durchaus als sichtbares Signal für eine Veränderung gelesen werden.

Winterdienst auf Radwegen
Nicht immer ganz perfekt ausgeführt und für manche Frühaufsteher oft zu spät am Tage, aber durchaus merkbar sind die geräumten Radwege im Winter. Zu beobachten ist der Positiv-Effekt aber auch an der häufigeren Nutzung dieser geräumten Radwege durch Auto-PendlerInnen.

Verkehr- und Transportmittel Fahrrad
Deutlich nimmt aber auch der Pendelverkehr am Fahrrad zu, auch in der kühleren Jahreszeit. Zudem sind auch Lastenräder im Stadtbild angekommen – egal ob privat oder als Firmentransporter.

Donauquerung Eisenbahnbrücke
Im Gegensatz zur Nibelungen- oder Autobahnbrücke (deren beider Radwege wirklich misslungen und auch gefährlich sind) ist die Fahrradüberfahrt der Eisenbahnbrücke ein deutliche Verbesserung. Und lässt sogar ein höheres Aufkommen von FahrradfahrerInnen zu.

Linz wird’s können.
Die Wichtigkeit und Zukunftsfähigkeit des Fahrrads wir auch in Linz verstanden werden! Darum denke ich, dass die Auseinandersetzung mit den mannigfaltigen Problemstellen in manchen Teilen durchaus mit Humor geführt werden könnte.

Als positives Beispiel für den humorvollen Umgang von städtischen Problemstellen sei an dieser Stelle die Aktion „Wir suchen die heißesten Balkone von Linz“ auf Dorf TV genannt. Ein launiger Zugang zu ernsten Themen ist gut möglich!

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  • Published: 7 Monaten ago on 30. November 2023
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  • Last Modified: November 30, 2023 @ 5:12 pm
  • Filed Under: Mobilität

About the author

ist Präsident von cycling matter – Club für Radfahren, Landschaft und Kultur und beschäftigt sich privat und ehrenamtlich mit eben der Trias aus Radfahren, Landschaft und Kultur.

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