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Vernetzung, Bauchgefühl

By   /  1. Juni 2017  /  No Comments

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Große Pläne werden geschmiedet. Zwei junge Männer aus Linz haben nichts Geringeres vor, als die junge Musikszene der Stadt neu zu vereinen. Daraus entstand der Gedanke für ein eigenes Label. Über Tentik Records berichtet Alexander Eigner.

Gegründet aus dem Gedanken, das Potential der jungen Künstlerinnen und Künstler der Stahlstadt zu bündeln, entstand Anfang des Jahres das Label Tentik Records. Der Name hat sich aus der Frage ergeben: Was ist das Wichtigste im Musikbusiness? Nach Meinung Tentiks ist das die Authentizität. Allerdings wird das Wort Authentizität, besonders bei wiederholtem Aussprechen, schnell zum Zungenbrecher. Es wurde einige Zeit gegrübelt, wie man dieses komplexe Wort etwas einfacher verpacken könne. Viele Ideen haben sich ergeben, aber letztendlich ist die Wahl auf eine simple phonetische Abkürzung gefallen: Tentik.

Hinter Tentik Records stecken Yuri Binder (19) und Kristian Fodor-Arus (20). Der Name Binder ist in Linz nicht unbekannt, so handelt es sich hier um den Sohn des Attwenger-Schlagzeugers/Sängers und Autors Markus Binder. Dass sich die nächste Generation auch ins Musikbusiness wagt, ist also wenig überraschend. Auch Kristian hat sich nach der Matura im letzten Jahr voll und ganz der Musik verschrieben. Zuletzt hat er sich verstärkt mit Rechtlichem in der Musik auseinandergesetzt. Beide sind sie, manchmal auch zusammen, in verschiedensten musikalischen Projekten unterwegs: Von Punk, Funk, Indie, Synth-Pop, Stoner-Rock bis Hip Hop und Rap haben sie einiges auf Lager. Sie scheuen es eben nicht, über die eigenen Grenzen hinweg zu blicken und Neues zu probieren – mit der Botschaft an die jungen Musikerinnen und Musiker der Stadt: Versucht euch in den musikalischen Bereichen, die euch Spaß machen. Seid aber auch offen für andere Sektoren der Musik.

Momentan umfasst Tentik Records sowohl die beiden Bands Slavica und Gerhard als auch den Rapper Cool K. Die aus vier Jungs bestehenden Slavica kombinieren auf ihrer ersten EP No contract geschickt den Rhythmus aus Synthesizer, Drums, Bass und Gitarre, um mit ihren prägnanten Texten die Welt ein bisschen auf den Arm zu nehmen. Gerhard umfasst insgesamt fünf junge Männer und eine junge Frau, die der Groove gepackt hat und die damit neuen Austrofunk kreieren. Auf der dazugehörigen EP Groove mit mir, stimmen sich der männliche und der weibliche Gesang ideal auf das markante Saxophon ein, wobei ein Sound entsteht, der einen – ja genau – eben grooven lässt. Mit Cool K gesellt sich auch noch ein Rapper zum Label. Unterstützt von Labelgründer Kristian Fodor-Arus erschaffen die beiden etwas, was sich am ehesten als Dialekt-Hip-Hop beschreiben lässt. Die EP – Karamel Karma weist auf eine interessante musikalische Entwicklung der urbanen Linzer-Szene hin.

Sie alle haben ihre erste EP bei Tentik Records veröffentlicht. Man muss allerdings erwähnen, dass sich Tentik Records noch am Anfang ihrer Arbeit befinden. Ebenso sollte man nicht vergessen, dass es sich um ein langfristiges Projekt handelt. Ganz entscheidend ist, dass das Label für alle Arten der Musik offen ist. Es soll eine Plattform entstehen, auf der sich Musiker*innen vereinen und vernetzen können. Rechtliches und musikalisches Know-how ist vorhanden. Und es bleibt sicher spannend, wie sich dieses Projekt weiterentwickelt. Die Idee dahinter ist ohne Zweifel toll: Junge Künstler*innen unterstützen sich gegenseitig. Dabei haben die beiden Labelgründer reichlich Vorarbeit geleistet. Nun muss das Projekt nach außen weitergetragen werden.

Weiter darf man auch gespannt sein, denn für den 12. Juni ist ein weiterer Release bei Tentik Records geplant. Der Gitarrist von Gerhard hat ein Solo-Projekt gestartet. Wie das klingen wird oder in welche Richtung er damit geht, verrät er noch nicht. Ebensowenig wird der Deckname dieses Projektes preisgegeben. Die Vorfreude auf frische Musik bleibt.

 

www.facebook.com/tentikrecords

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schreibt für die Referentin über Musik.

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