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Kulinarische Scharmützel eines professionellen Dilettanten

By   /  1. Dezember 2015  /  No Comments

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So. Ich oute mich als Gastro-Konservativer. Also nicht komplett – aber ein bisschen. Mich selbst als Konservativen – egal in welchem Kontext – zu beschimpfen fällt mir nicht leicht. Aber es kommt soweit. Der mutige Plan war es, den geneigten Lesern ein Best-Off der innerstädischen Fleischlaberlkultur zu präsentieren. Nicht ein oder zwei Adressen, sondern in Listenform aufbereitet und als visueller Leckerbissen mit einer fleischfärbigen Infografik hinterlegt. Quasi die Haute-Route durchs fleischfressende Linz ohne Rücksicht auf Gluten, Laktose oder Sellerie. Nach eingehender Recherche bieten im Testzeitraum keine Wiazhäuser im Bereich der Hauptplatzes Fleischlaberln in der Mittags- oder Speisekarte an. Stattdessen im Angebot: Halbfertig-Orgien in den Gastrostätten von Lentos und AEC und Entsetzliches am Beginn der Landstraße. Klebrige Donuts und ranzige Aschanti. Überall grinst einen der bayrische „Promikoch“ mit basedowscher Fresse an und verspricht magische Momente. Wieder einmal entmutigt und an der Grenze zur Verzweiflung begebe ich mich auf die Suche nach einer Ersatzbefriedigung und finde eine neue Mission: Der große Würstelstandtest. Vor meinem inneren Auge wieder eine wunderschöne Infografik mit Stadtkarte und in niedliche Grafiken umgeformte Käsekrainer oder Leberkässemmeln. Ich beginne eine Liste – und komme nach kurzer Zeit zur Erkenntnis – die gibt es alle nicht mehr! Nur mehr der Warme Hans und die Stände am Schillerpark und Taubenmarkt sind geblieben – ausgenommen von ein paar Satelliten am Wissensturm, in Auhof und an der Peripherie. Aber wo sind die innerstädtischen Würstelstände nur hingekommen? Der Klassiker nach einem Parkbadbesuch, die schnelle Frankfurter am Weg nach Wilhering an der Donaulände und die Möglichkeit zur Wurst am Hinsenkampplatz. Da fällt es mit wieder ein – stadtbekannt – es war die persönliche Mission des Altbürgermeisters, die störenden Hütten aus dem Weg zu räumen. Man munkelt ja auch, dass der Neubau des Parkbads nur eine Alibiaktion war … Der eigentliche Grund: Die Würstelstandentfernung. Ein paar Jahre später wird mittels Foodtrucks und daran angehängten Festivals probiert, die klaffenden Lücken zu schließen. Wunderbar. Ich merke aber schon selbst, ich komme nicht zum Punkt – meine eigentliche Mission stockt. Versprochen das nächste Mal: Der große China-Restaurant-Rund-um-Check. Das soll­te es keine gröberen Probleme geben. Daumen halten!

Kommentare, Hinweise und Tipps via E-Mail an slowdude@gmx.at.

Euer
Slow Dude

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  • Published: 2 Jahren ago on 1. Dezember 2015
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  • Last Modified: Dezember 14, 2015 @ 7:25 pm
  • Filed Under: Kolumnen

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